Vielleicht habe ich zu lange auf die Mauer geschaut oder die Wand…
„Der deutsche Ingenieur August Eberstein begann 1906 in Berlin mit der Produktion von Füllfederhaltern, um diese an verschiedene Schreibwarenhändler in Hamburg und Berlin zu verkaufen. Eberstein hatte in Amerika einen großen Erfahrungsschatz in der Produktion von Füllfederhaltern gesammelt und dort diverse Patente angemeldet. Unterstützt wurde er insbesondere für den Export durch den deutschen Kaufmann Alfred Nehemias, der lange in England gelebt hatte.“
So steht es in der wikipedia.
„1914 begann durch Oskar Barnack die Entwicklung der Leica Kameras. Barnack war zu dieser Zeit Entwicklungschef bei Leitz und zudem Hobbyfotograf. Aufgrund seiner angegriffenen Gesundheit wollte er die damaligen schweren Plattenkameras nicht mehr tragen. Das Ziel war damals, eine kompakte Kamera zu entwickeln, die 35-mm-Kinofilme testweise belichten konnte, damit nicht mehr das Hauptmagazin geöffnet werden muss, wie bei größeren Kameras zu dieser Zeit. Der hierfür entwickelte Prototyp von 1914 wird als Ur-Leica bezeichnet und war der Beginn der Kameraproduktion von Leica.“
So steht es in der wikipedia.
Und nun sind wir weiter.
1906 und 1914 sind lange vorbei.
Wir schreiben das Jahre 2026.
Es gibt sie noch, die Marken Montblanc und Leica.
Aber sie sind heute nicht mehr deutsch sondern Teile international agierender Unternehmen.
Deutsche Ingenieurskunst als Qualitätszeichen wird nun auch gerade abgelöst.
Wir sind jetzt in einer neuen Zeit.
Wir sind mittendrin statt nur dabei.
Es ist ein neues Zeitalter der Unsicherheit entstanden.
Qualität, Standards und Fachwissen waren Zeichen der vergehenden Zeit.
Selbstbestimmung war der Anspruch.
Wissen ist Macht war der Wunsch.
Nun sehen wir eine neue Zeit, die wächst.
Macht allein bestimmt alles.
Digitale Macht, die wächst.
Bürokratiemonster, die wachsen.
Ängste, die wachsen.
Und wir sind mittendrin.
Kann man das fotografieren?
Und wenn warum?
Meine Antwort lautet Fotos der Gegenwart zur Selbstreflexion, um Abstand und Anschauung als Grundlage der Erkenntnis zu bekommen.
Erkennen um sich zu schützen.
Das Soziale ist unser Schicksal, das Asoziale unsere Herausforderung.
Stille gibt Abstand und Kraft.
Die Umwälzung aller Werte kommt gerade massiv auf uns zu.
Sie sprechen von Frieden und meinen Krieg.
Sie sprechen von Stabilisierung und meinen Sicherheit nehmen.
Sie sprechen von Vorsorge und meinen Verarmen.
Wir sind mittendrin und wenn wir was sagen, kriegen wir 188.
Willkommen in der Gegenwart 2026!
