Und dann merke ich es immer wieder.
Manuell fotografieren mit Drehen am Objektiv und dem Scharfstellen eines Motivs zwischen Vordergrund und Hintergrund ist immer wieder das Schönste für mich.
Ich bin nicht der Purist, der nicht mal sehen will, was er fotografiert, sondern ich mag es, digital einen Film/Filter einzustellen und dann manuell scharfzustellen oder unscharf zu bleiben.
Dazu gibt es mittlerweile alles für mich, was das Herz begehrt.
Neuer und mehr macht mich nicht mehr glücklicher oder hilft mir, bessere Fotos zu machen.
Nein, einfach mit Sucher arbeiten und manuell unterwegs zu sein ist der Weg des wiederkehrenden fotografischen Da-Seins.
Beurteilt zu werden ist mittlerweile sinnlos, weil zu viele nicht so sehen, wie es mir gefällt.
„Und allerdings ist für das Wohlsein des Menschen, ja, für die ganze Weise seines Daseins, die Hauptsache offenbar das, was in ihm selbst besteht oder vergeht. Hier nämlich liegt unmittelbar sein inneres Behagen oder Unbehagen, als welches zunächst das Resultat seines Empfindens, Wollens und Denkens ist; während alles außerhalb Gelegene doch nur mittelbar darauf Einfluß hat. Daher affiziren dieselben äußern Vorgänge oder Verhältnisse jeden ganz anders, und bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer andern Welt. Denn nur mit seinen eigenen Vorstellungen, Gefühlen und Willensbewegungen hat er es unmittelbar zu tun: die Außendinge haben nur, sofern sie diese veranlassen, Einfluß auf ihn. Die Welt, in der jeder lebt, hängt zunächst ab von seiner Auffassung derselben, richtet sich daher nach der Verschiedenheit der Köpfe: dieser gemäß wird sie arm, schal und flach, oder reich, interessant und bedeutungsvoll ausfallen. Während z. B. mancher den andern beneidet um die interessanten Begebenheiten, die ihm in seinem Leben aufgestoßen sind, sollte er ihn vielmehr um die Auffassungsgabe beneiden, welche jenen Begebenheiten die Bedeutsamkeit verlieh, die sie in seiner Beschreibung haben: denn dieselbe Begebenheit, welche in einem geistreichen Kopfe sich so interessant darstellt, würde, von einem flachen Alltagskopf aufgefaßt, auch nur eine schale Szene aus der Alltagswelt sein“
Gute Fotos für mich oder von mir können eben alles sein, wenn sie wirken und zeigen, was sie sollen.
Wenn nun Ruhe beim Fotografieren einkehrt, bin ich auf dem Gipfel unterwegs.
