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Senilia ist die Kunst alt zu werden im Sinne von Arthur Schopenhauer.

Und das ist hier mein digitaler Platz dafür als dayart in der elenden Jetztzeit in diesem Sinne zwischen Schnappschuss und Schopenhauer.

Da passt das Foto vom Herbst des Lebens gut.

Die KI bei Google sagt dazu:

„Arthur Schopenhauers Philosophie des Alterns ist kein biologischer Leitfaden für ein langes Leben, sondern eine Eudämonologie – die Kunst, unter den Bedingungen des Alters so glücklich und gelassen wie möglich zu sein. Während seine Hauptphilosophie die Welt als ein von blindem Drang (dem „Willen“) getriebenes Jammertal beschreibt, sieht er im Alter eine einzigartige Chance zur Befreiung.

Die Kernpunkte seiner Philosophie des Alterns, wie er sie im Kapitel „Vom Unterschiede der Lebensalter“ in den Parerga und Paralipomena sowie in seinem Spätwerk Senilia ausführte:

 

1. Die Befreiung von den Tyranneien des Triebes
Für Schopenhauer ist die Jugend keineswegs die glücklichste Zeit, da sie von heftigen Leidenschaften, sexuellen Trieben und dem ständigen, quälenden Drang nach Erfüllung beherrscht wird. Erst im Alter erlischt dieser Trieb, was Schopenhauer als Befreiung empfindet. Er vergleicht das Freiseinen von der Libido mit dem Zustand eines Mannes, der eine schwere Kette abgelegt hat oder aus einer Tyrannei entlassen wurde. Erst wenn die Leidenschaften schweigen, kehrt echte geistige Ruhe ein.

2. Illusionen der Jugend vs. Realismus des Alters
Die Jugend ist von der Illusion geprägt, dass das große Glück im Leben noch irgendwo wartet. Diese unbändige Erwartung führt laut Schopenhauer zu ständiger Unzufriedenheit und Enttäuschung.
Das Alter zeichnet sich durch einen heilsamen Realismus aus. Der alte Mensch hat erkannt, dass die Welt kein Ort des reinen Vergnügens ist. Er hat seine Erwartungen heruntergeschraubt, strebt nicht mehr nach Illusionen, sondern schätzt die bloße Schmerzlosigkeit und Ungestörtheit.

 

3. Der Intellekt triumphiert über den Willen
Schopenhauer unterscheidet strikt zwischen dem unveränderlichen Charakter (dem Willen) und dem veränderlichen Intellekt. Im Alter erreicht der Intellekt seine vollendete Reife. Der alte Mensch überblickt sein Leben wie jemanden, der am Ende einer Reise angekommen ist und den Weg nun als Ganzes versteht. Während die Jugend aktiv handelt, gehört das Alter dem Betrachten, Erkennen und Meditieren. Ein geistig reger Mensch findet im Alter die höchste Befriedigung in Studien und der Philosophie.

 

4. Das Werden einer „alten Seele“
In Anlehnung an fernöstliche Philosophien und den Buddhismus ist das Ziel des Alterns für Schopenhauer die Entwicklung einer reifen, abgeklärten Seele. Das Leben dient als eine Art Schule oder Läuterungsprozess. Die Kunst, alt zu werden, bedeutet, den Tod nicht als Bedrohung zu sehen, sondern als natürlichen Abschluss eines Daseins, dessen Illusionen man ohnehin durchschaut hat.

Zusammenfassend ist das Alter bei Schopenhauer die Stunde der Philosophie: Die Zeit, in der der Mensch, befreit von den Stürmen des Lebens, endlich zu sich selbst und zu einer tiefen, unerschütterlichen Gelassenheit (Ataraxie) finden kann.“

Ein guter paraphrasierender Einstieg…

 

 

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