Gen Z zwischen Griechen und Google

 


Das Gen Z scheint dem Verfall überlassen. Menschen ohne Geschichskenntnisse und dem Glauben an Google…

Jeder lebt an seinem Bildschirm.

Ich will dazu ein Bild mit Worten malen lassen von Alain de Botton:

„Die alten Griechen hatten nicht minder viele Konventionen des gesunden Menschenverstands und hielten nicht minder zäh daran fest. Als ich einmal am Wochenende in einer Antiquariatsbuchhandlung in Bloomsbury stöberte, stieß ich auf eine ursprünglich für Kinder gedachte Reihe von Bücher zu geschichtlichen Themen, die massenhaft Fotografien und sehr ansprechende Illustrationen enthielten…

Das Buch erklärte, dass die Griechen an viele Götter glaubten: an den Gott der Liebe, der Jagd und des Krieges, an Götter, die Macht über die Ernte, das Feuer und das Meer hatten. Bevor die Griechen zu einer Unternehmung aufbrachen, hatten sie entweder in Tempeln oder vor einem kleinen Schrein bei sich zu Hause zu diesen Göttern gebetet und ihnen Tieropfer dargebracht. Das war nicht billig:

Athene kostete eine Kuh, Artemis und Aphrodite je eine Ziege, Asklepios eine Henne oder einen Hahn.

Die Griechen fanden nichts dabei, Sklaven zu besitzen. Im fünften Jahrhundert v. Chr. lebten allein in Athen etwa 80-100000 Sklaven, einer auf drei freie Bürger.

Die Griechen waren auch eine militaristische Gesellschaft und hielten viel von Tapferkeit auf dem Schlachtfeld. Einen richtigen Mann zeichnete aus, dass er wusste, wie man Widersachern den Kopf abschlägt. Der Athener Soldat, der einen Perser vom Leben zum Tode befördert (wie auf einem aus der Zeit des zweiten Perserkrieges stammenden Teller abgebildet), demonstriert, wie man das macht.

Frauen standen vollkommen unter der Fuchtel ihrer Gatten und Väter. Von Politik und vom öffentlichen Leben waren sie ausgeschlossen. Sie durften weder erben noch eigenes Geld besitzen. Gewöhnlich wurden sie im Alter von dreizehn Jahren verheiratet, wobei die Ehemänner von ihren Vätern ohne Rücksicht auf emotionale Kompatibilität ausgewählt wurden.“

Wenn man dies in die Geschichte, also die ehemalige Gegenwart, einordnet, dann ist für mich klar, daß diese Schwachen mit dem Gen Z nicht zu einer Kultur gehören, die gewinnen wird.

Und so erlebe ich nun – wie viele Menschen früher auch schon – daß die alten Reiche und kulturellen Weisen vergehen und neue/alte entstehen und wiederkommen.

Wir können das fotografieren aber nicht ändern…

Schreibe einen Kommentar